Bürgerverein: Leitartikel Bürgerblatt Jan/Feb 2018

Liebe Rintheimer Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im letzten Heft wurde von der September-Veranstaltung mit den Anwohnern des Finkenschlagwegs und dem Stadtplanungsamt zum Thema Sanierung des Finkenschlagwegs berichtet. Alternativen der Straßengestaltung im Hinblick auf die neue Parkpolitik wurden vorgestellt. Die Anwohner entschieden sich mit überwiegender Mehrheit für die sog. Mischfläche, d.h. für eine niveaugleiche Fläche ohne Gehwege und Bordsteine mit Tempo 20 km/h, bei der das Parken beidseitig an den Grundstücksgrenzen möglich ist. Dabei tauchten abschließend zwei Fragen auf, die der Bürgerverein mit den Ämtern klären wollte:

  • Können im Zusammenhang mit der Neuverlegung der Gas- und Wasserleitungen die Elektroleitungen, die bisher als Freileitungen verlegt sind, auch unter die Erde verlegt werden?
  • Wie sieht der Winterdienst bei einer Mischfläche aus?

 

Hier nun die Antworten:

  • Diese Antwort ist speziell für die Anwohner interessant.
    Die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH teilte mit, dass die Planung im Zuge des Vollausbaus von Gehweg und Straße durch das Tiefbauamt auch die Umstellung von Freileitung auf Erdkabel vorsieht. Gleichzeitig sollen teilweise auch Gas- und Wasserhausanschlüsse erneuert werden. Derzeit steht die Planung des Tiefbauamts für das Jahr 2018.
  • Diese Antwort ist nicht nur für die Anwohner interessant, sondern für alle die im Zuge der Einführung des legalisierten Gehwegparkens 2018 in ihrer Straße eine Mischfläche erhalten werden.
    Auch für den Fall der Mischfläche wird auf die Satzung der Stadt Karlsruhe über das Reinigen, Räumen und Bestreuen der Gehwege verwiesen. Demnach ist Gegenstand der Reinigungs-, Räum- und Streupflicht: „entsprechende Flächen am Rande der Fahrbahn, falls Gehwege auf keiner Straßenseite vorhanden sind“ (Satzung §3 unter Punkt 2). In Bezug auf die zu räumende und bestreuende Fläche gilt folgendes: „Zur Fahrbahn sind Zugänge zu schaffen. Flächen am Rande einer Fahrbahn sind auf 1,50 m Breite zu räumen und zu bestreuen“ (Satzung §5 unter Punkt 2).

 

Die gute Nachricht ist, dass nicht bis zur Straßenmitte geräumt werden muss, obwohl bei Mischflächen alle Verkehrsteilnehmer, auch Fußgänger, auf der Straße gleichberechtigt sind.

 

Ein weiteres Verkehrsproblem wartet seit vielen Jahren auf eine Lösung: die sog. Weinwegproblematik (Foto Titelblatt). Die Weinwegproblematik besteht darin, dass der ursprünglich zusammenhängende Weinweg von der Durlacher Allee bis Alter Rathausplatz durch die Sperrung der Bahnunterführung schon vor vielen Jahren geteilt wurde und im Westen mit einer neuen Straße bis zum Ostring verbunden wurde. Dadurch gibt es den Weinweg mit zwei Zufahrten, nämlich den Weinweg nordwest (Nr. 1-33) vom Ostring bis Alter Rathausplatz und den Weinweg südost von der Durlacher Allee bis zur gesperrten Bahnunterführung (Nr. 43). Beide Weinwegabschnitte sind also nicht miteinander verbunden.

Ergebnis ist, dass regelmäßig große Lastwagen mit Ziel Weinweg südost (Großmarkt, Nr. 43) über den Ostring in den Weinweg nordwest geleitet werden und dann auf dem Alter Rathausplatz mit großer Mühe wenden müssen. Anwohner sind dabei immer wieder behilflich, wenn es beim Rangieren um Millimeter geht.

 

Die Forderung besteht seit vielen Jahren, schon zu Zeiten meiner Vorgängerin im Amt Frau Hilde Willmann, hier durch Umbenennung Abhilfe zu schaffen. Da wir diese Forderung immer wieder an die Stadtverwaltung gestellt und mit ihr diskutiert haben, wurde eine Hilfsmaßnahme durchgeführt. Das Liegenschaftsamt hat im letzten Jahr die Verkehrsleittafeln so verändert, dass ersichtlich sein sollte, in welchen Teil des Weinweges die LKW fahren sollten (siehe hierzu die Beschilderungen auf dem Deckblatt des Heftes). Das war dankenswerterweise eine erste Lösung.

Damit erhoffte man sich, das Problem zu entschärfen. Anwohner berichten aber, dass fehlgeleitete Lastwagen immer noch auf dem Alter Rathausplatz stranden und beim Wendemanöver unterstützt werden müssen.

Da diese Maßnahme also nicht die erhoffte Wirkung hatte, kam die Idee auf, den Weinweg nordwest, also den ursprünglichen Weinweg im Wohngebiet, umzubenennen, um eine eindeutige Namensgebung zu gewährleisten. Aufgrund dieses Vorschlags hat der Bürgerverein zusammengestellt, wieviel Betriebe und sonstige Institutionen im Weinweg nordwest angesiedelt sind. Außerdem wurden fallweise Bürger befragt. Insgesamt kam der Bürgerverein zu der Meinung, dass eine Umbenennung des Weinwegs nordwest nicht akzeptabel ist und damit abgelehnt werden musste.

 

Der Bürgerverein hält die Forderung aufrecht, den Weinweg südost, jenseits der Bahnunterführung, umzubenennen. Da beim Weinweg südost nur der Großmarkt mit Weinweg adressiert ist (Nr. 43) und dieser unseres Wissens nach umgeplant sowie IKEA ganz neu ansiedelt wird, wird der Bürgerverein erneut bitten zu prüfen, den Weinweg südost umzubenennen. Es würde sich z.B. anbieten, den Namen Elfmorgenbruchstraße bis zur Durlacher Allee einzuführen.

Die Bautätigkeit im Rintheimer Feld ist noch nicht zu Ende. Nach der geglückten Bebauung an der Forststraße gibt es eine weitere Bebauungsplanung für das Gebiet Staudenplatz und über die sich nördlich anschließende Freifläche bis zum Garagenhof am Weinweg, die im Planungsausschuss im Dezember vorgestellt wurde. Der Bürgerverein, der im Planungsausschuss vertreten war, hat dazu Stellung bezogen und Forderungen gestellt. Details werden im nächsten Heft dargestellt. Eine frühzeitige öffentliche Beteiligung in Form einer Bürgerversammlung wird nach der Sommerpause durchgeführt.

Herzlichst Ihr Dr. Helmut Rempp

 

Aufruf zur Mitarbeit

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