Leitartikel Bürgerheft 5/2018

Liebe Rintheimer Mitbürgerinnen und Mitbürger,

was weiterhin in der Vorplanung ist, ist die Umfahrungsstraße Hagsfeld/Rintheim. Dabei werden z.Zt. mögliche Varianten untersucht, u.a. auch zu schallschutztechnischen und artenschutzrechtlichen Aspekten. Bis Ende des Jahres werden erste Ergebnisse vorgestellt werden. Bereits parallel zu den Vorplanungen hat der Bürgerverein Ideen entwickelt, wie eine zukünftige Straße für Rintheim optisch und gefühlt akustisch eingebettet werden könnte, nämlich durch eine geeignete Aufforstung in behutsamem Ausmaß. Mit diesem Vorschlag wandte sich der Bürgerverein an das Dezernat 5 mit folgender Formulierung:

„Unser Vorschlag ist nun, südlich der Umfahrungsstraße zu Rintheim hin zwischen der Bahnlinie und der Haid- und Neu-Straße einen Wald geeigneter Mischung aufzuforsten. Als Begrenzung zu den letzten Rintheimer Häusern der Sinsheimer Straße gibt es heute schon durchgehend gestandene Nadelbäume. Die Breite bis zur Umfahrungsstraße wäre 70 – 90 m, die Länge, abhängig von den räumlichen Gegebenheiten mindestens 200 m, max. 400 m.

Vergleichbar könnte eine Aufforstung auch nördlich Richtung Hagsfeld sowie östlich der Bahnlinie überlegt werden.

Vorteile dieser Aufforstung wären beispielsweise:

– eine positive Begleitung der Diskussion des Neubaus der Umfahrungsstraße,
– eine nachhaltige Ausgleichsmaßnahme für das viele Grün, das in der Stadt verschwindet,
– Verbesserung des Stadtklimas im Osten der Stadt,
– Pflanzung von Baumsorten, die dem zukünftigen Klima angepasst sind,
– würde ganz generell das Ziel der Grünen Stadt unterstreichen.

Da die Anfrage in einem sehr frühen Stadium erfolgte, erscheint die Antwort folgerichtig. Hier der wesentlichste Auszug:

„Besonders unter klimatischen Aspekten ist die Neuanlage von Wald im urbanen Raum zu begrüßen. Grundsätzlich stehe ich deshalb Ihrer Idee positiv gegenüber. Dennoch muss eine solche Aufforstungsidee intensiv abgestimmt werden, zum einen weil zur Realisierung eine formale Aufforstungsgenehmigung erforderlich ist, aber auch weil es sich um einen sensiblen Landschaftsraum handelt, der bereits heute zahlreiche Wohlfahrtsfunktionen abdeckt. Die Neugestaltung dieses Landschaftsraumes, der im Übrigen auch im Freiraumentwicklungsplan 2017 der Stadt Karlsruhe in das Konzept der „Grünen Nordspange“ eingebunden ist, wird ein zentrales Anliegen im Zusammenhang mit der Neutrassierung der Umfahrung sein. Derzeit wird für die Umfahrung ein Planfeststellungsverfahren vorbereitet, aktuell gibt es noch einen rechtsgültigen Bebauungsplan.

Im weiteren Verfahrensverlauf ist die Erarbeitung eines landschaftsplanerischen Konzepts für diesen Korridor sinnvoll. Weitere Festlegungen sind nachfolgend im Genehmigungsverfahren mit der landschaftspflegerischen Begleitplanung zum Straßenneubau zu treffen. In diesem Planungsprozess beziehen wir den Bürgerverein mit seinen Anregungen gerne ein und prüfen, ob in bestimmten Landschaftsbereichen die Neuanlage von Wald oder von parkähnlichen Strukturen möglich ist, die den vielfältigen Ansprüchen von Landschaft, Klima, Erholung sowie Natur- und Artenschutz gerecht werden.

…. Auch in einem offeneren, wiesengeprägten Landschaftsraum, der von Feldgehölzen, Hecken und Baumreihen durchsetzt und gegliedert t ist, ist gut vorstellbar, Baumpflanzungen an den Siedlungsrändern und in Trassennähe stärker verdichtet, parkwaldähnlich auszubilden.

Es wird dann einen Anhörungstermin ev. noch 2018 oder Anfang 2019 geben, bei dem wir diesen Ideen nachgehen werden. Bis dorthin können Sie uns gerne Ihre Gedanken zukommen lassen.

Endlich scheint mal Platz zu sein, die Rintheimer Hymne im Bürgerblatt zu veröffentlichen. Sie wurde bereits 2015 zum Stadtgeburtstag auf die Melodie des Badener Lieds vom Unterzeichner getextet und schon zu verschiedenen Gelegenheiten vom Vereinigten Chor gesungen. Wenn Sie sie noch nicht gehört haben sollten, versuchen Sie doch einfach mal den Text zur Badener Liedmelodie zu singen.

Herzlichst Ihr Dr. Helmut Rempp