Geschichte Rintheims

Stadtteil Rintheim: ca. 6000 Einwohner auf 3,3 km²

Rintheim wurde erstmals im Jahr 1110 urkundlich erwähnt unter dem Namen Rintdan.
Zunächst bestand das Dorf nur aus einem Bauernhof, dessen Besitzer sich Rindolf nannte. Der Hof lag im Wald, daher die Endung „dan“, was im althochdeutschen „Tann“ bedeutete. Das Dorf wurde 1399 als Rinttann, 1435 als Rynthan, 1536 als Ryntten, 1635 als Rintten und schließlich 1689 als Rintheim erwähnt.
Die Rintheimer werden auch als Sandhasen bezeichnet, dies verdanken sie vermutlich einem Lehrer, der das Umland des frisch eingemeindeten Stadtteils als eine der Gobi vergleichbare Sandwüste bezeichnete.
Die Rintheimer Bauern hatten ihre Umgebung durch Bewirtschaftung über Generationen aber in fruchtbares Ackerland verwandelt.

In dieser Gegend fühlten sich auch zahlreiche Hasenfamilien zuhause und landeten regelmäßig in den Rintheimer Kochtöpfen.
Die Äcker und Langohren sind größtenteils verschwunden, der Name „Sandhasen“ hat sich gehalten.

Stadtwiki: http://www.karlsruhe.de/b4/stadtteile/osten/rintheim/geschichte.de

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Rintheim

2016 Einweihung „Alter Rathausplatz“

2014 Neue Straßenbahn-Niederflurwagen ersetzen die alte Holzklasse der Linie 5;  Umbau der Mannheimer Straße

seit 2013 Modernisierung und Neubaumaßnahmen im Rintheimer Feld (Volkswohnung)

2009 – 2012 Stadtteilentwicklung im Rahmen der „Sozialen Stadt“

2010 900-Jahr-Feier

1997 Der Rintheimer Hirtenbrunnen, direkt vor der St. Martinskirche am westlichen Ortseingang, wird feierlich eingeweiht.

1986 Das Jugendzentrum an der Haid-und-Neu-Straße wird eröffnet.

1977 Der Staudenplatz wird eingeweiht. Viele Geschäfte sind dort angesiedelt.

1972 Baubeginn für weitere 346 Wohnungen in Hochhäusern (bis zu 16geschossig).

1958 Das Schulhaus (1. Abschnitt) und die katholische Kirche St. Martin werden gebaut.

1953-1956 Bebauung des Rintheimer Feldes mit zunächst 874 Mietwohnungen in 5geschossige Häuser.

1946 Nach dem Ende des Krieges zählt Rintheim nun 1.421 Einwohner.

1944, 25. April Schwere Zerstörungen durch Fliegerangriffe im 2. Weltkrieg. Nur noch 70 Einwohner sollen nach dem Angriff in Rintheim verblieben sein.

1929 Straßenbahn fährt nach Rintheim:

1907, Gründung des Bürgervereins Rintheim

1907, 1. Jan.  Die seit langem in Rintheim angestellten Überlegungen zur Eingemeindung nach Karlsruhe werden Wirklichkeit. Bei der Eingemeindung zählt Rintheim 2.068 Einwohner.

1897 Gründung des Bezirksvereins der SPD.

1896 Gründung des Turnvereins Rintheim (TSV)

1890 Bau eines zweiten Schulhauses am Weinweg. Wegen der steigenden Schülerzahl muß das alte Schulhaus weiter genutzt werden.

1877 Gründung des Gesangvereins „Lyra“.

1874 Geländeabtretung für den Bau des neuen Karlsruher Friedhofs.

1871, 5. Nov. Feierliche Einweihung der evangelischen Kirche, mit deren Bau 1870 begonnen wurde. Damit endet der jahrhundertelange Kirchgang der Rintheimer nach Hagsfeld. Von den damals 962 Einwohnern sind 920 evangelisch und 40 katholisch. Eine eigene Pfarrei erhält Rintheim erst am 1. April 1926. Die Kirche fällt wie 70 Prozent der Rintheimer Wohn- und Betriebsgebäude dem Luftangriff vom 24./25. April 1944 zum Opfer.

1858 Gründung des Gesangvereins „Sängerbund Rintheim“.

1843 In Rintheim leben 115 Familien, 569 Einwohner sind evangelisch, einer katholisch.

1827 Bau eines neuen eingeschossigen Schulhauses an der Hauptstraße. In der Gemeinde gibt es 76 Häuser.

1816/17 Infolge von Mißernten durch Unwetter und Hochwasser wandern auch Bürger Rintheims aus.

1806, 21. Aug. Die seit 1792 bestehende Straußenwirtschaft erhält die Schildgerechtigkeit „Zum Goldenen Hirsch“.

1801 Die Gemeinde erwirbt weitere 67 Morgen Äcker und Wiesen aus ehemaligem Gottesauer Besitz.

1770 Rintheim erhält eine eigene Schule. Daniel Fuß aus Königsbach wird erster Lehrer. Zuvor gingen die Kinder nach Hagsfeld in die Schule.

1761-1764 Für die Dauer der Instandsetzung des Rintheimer Straßenpflasters sind die Rintheimer Bürger vom Frondienst befreit.

1749 Bau des ersten Rathauses, eines repräsentativen Fachwerkbaus, der bei dem Luftangriff auf Karlsruhe am 24./25. April 1944 zerstört wird.

1719 Tod des wohlhabenden Schultheißen Adam Raupp, dem das Eckhaus gegenüber der Wirtschaft „Zum Schwanen“ gehört.

1689 Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wird Rintheim weitgehend zerstört. Das Dorf zählt danach noch 18 Bürger.

1665 In Fronarbeit Rintheimer Bürger wird der Entenkoy (Entenfang) im Elfmorgenbruch, der schon 1577-1586 bestand, wieder aufgebaut.

1637 Im Dreißigjährigen Krieg bleibt auch Rintheim nicht verschont, die Einwohnerzahl verringert sich auf 14.

1624 Der Rintheimer Schultheiß Hans Raupp wird als Teilnehmer des badischen Landtages zu Sulzburg erwähnt.

1605 Die Gemeinde kauft 160 Morgen Äcker und Wiesen aus ehemaligem Gottesauer Besitz.

1482 Die älteste Häuser- und Bürgerliste verzeichnet 35 Häuser beiderseits der Straße.

1451 Rintheim wird verwaltungsmäßig dem Amt Durlach unterstellt.

1373, 11. Feb. Mechthildis von Sponheim, Markgräfinwitwe von Baden erhält in „Rinthan“ gewisse Einkünfte zugeschrieben.

1275, 4. Okt. In einer Schenkungsurkunde übereignet Markgraf Rudolf I. von Baden „Rintham“ dem Kloster Gottesaue.

1110, 15. Aug. Eine Urkunde Kaiser Heinrichs V. bestätigt die Stiftung des Klosters Gottesaue und dessen Güterbesitz, darunter auch den in „Rintdam“.